Verbuchung von Mollie-Transaktionen
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die automatische Zuordnung von Zahlungen optimieren, wenn Mollie Transaktionsgebühren direkt einbehält, und wie Sie Ihren Buchhaltungsprozess mit DATEV automatisieren.
Automatisierungshürden durch Gebührenabzug
Zahlungsdienstleister wie Mollie zahlen Transaktionsbeträge „netto“ aus. Das bedeutet, dass die anfallenden Gebühren direkt vom Kundenzahlbetrag einbehalten werden, bevor die Auszahlung auf Ihr Bankkonto erfolgt.
| Ein klassisches Beispiel: | Sie erstellen eine Rechnung über 100,00 €. |
Ohne eine strukturierte Buchungsweise findet Ihr System (z. B. DATEV) keine passende Rechnung zum Zahlungseingang von 95,00 €. Dies führt zu manuellem Suchaufwand, Differenzen auf dem Debitorenkonto und Fehlern beim Abgleich.
Um eine vollständige Automatisierung zu erreichen, müssen drei Komponenten in Ihrem Workflow ineinandergreifen:
Debitorische Buchführung | Mollie DATEV-Datenservice | Mollie DATEV-Datenservice |
|---|---|---|
| Jede in easybill erstellte Rechnung sollte in DATEV auf ein individuelles Debitorenkonto (Kundenkonto) gebucht werden. Dadurch wird die Forderung in voller Höhe (im Beispiel 100,00 €) korrekt im System erfasst. | Der Mollie DATEV-Datenservice (DATEV Connector) fungiert als intelligente Schnittstelle zwischen Ihrem Mollie-Account und DATEV. Er übernimmt die zwei wichtigsten Aufgaben:
| Damit der Datenservice optimal arbeitet, muss Mollie in DATEV technisch wie ein Bankkonto (Finanzkonto) geführt werden. Zahlungsströme und Gebühren werden so wie Kontobewegungen behandelt und direkt gegen die Debitoren verbucht. |
Warum sich die Umstellung lohnt
Vollautomatisierung: Das manuelle Zuordnen von Teilbeträgen oder Sammelüberweisungen entfällt komplett.
Rechtssicherheit: Zukünftige Anforderungen an die detaillierte Aufschlüsselung von Gebühren (z. B. nach Steuerbarkeit) werden erfüllt.
E-Rechnungs-Bereit: Die Umstellung auf debitorische Prozesse ist ein wichtiger Schritt zur Kompatibilität mit den kommenden gesetzlichen Standards für den elektronischen Rechnungsaustausch.
Checkliste für die Umsetzung (mit Ihrer Steuerkanzlei)
Gehen Sie die folgenden Punkte gemeinsam mit Ihrem Steuerberater durch, um den Prozess einzurichten:
[ ] Aktivierung: Ist der Mollie DATEV-Datenservice im Mollie-Dashboard korrekt konfiguriert und autorisiert?
[ ] Stammdaten: Sind in easybill und DATEV einheitliche Debitorennummern hinterlegt, damit die Zuordnung greift?
[ ] Finanzkonto: Wurde Mollie in DATEV als "Bank" (Zahlungsweg) mit einem eigenen Sachkonto angelegt?
[ ] Buchungslogik: Ist die Kanzlei informiert, dass die Verrechnung der Gebühren über den Datenservice erfolgt?
Download für Ihre Steuerkanzlei
Damit Ihr Steuerberater die technischen Details schnell implementieren kann, haben wir ein Handout vorbereitet. Leiten Sie dieses Dokument einfach direkt an Ihre Kanzlei weiter: