Verbuchung von Mollie-Transaktionen
In diesem Artikel erfährst du, wie du die automatische Zuordnung von Zahlungen optimierst, wenn Mollie Transaktionsgebühren direkt einbehält, und wie du deinen Buchhaltungsprozess mit DATEV automatisierst.
Herausforderung bei der Automatisierung durch Gebührenabzug
Zahlungsdienstleister wie Mollie zahlen Transaktionsbeträge „netto“ aus. Das bedeutet: Die anfallenden Gebühren werden direkt vom Zahlbetrag deines Kunden abgezogen, bevor die Auszahlung auf dein Bankkonto erfolgt.
| Ein klassisches Beispiel: | Du erstellst eine Rechnung über 100,00 €. Mollie behält 2,00 € Gebühren ein. An dich ausgezahlt werden nur 98,00 €. |
Ohne eine strukturierte Buchungsmethode findet dein System (z. B. DATEV) zum Zahlungseingang über 98,00 € keine passende Rechnung. Die Folge sind manueller Suchaufwand, Differenzen auf dem Debitorenkonto und Fehler beim Abgleich.
Für eine vollständige Automatisierung müssen in deinem Workflow drei Komponenten zusammenspielen:
| Debitorenbuchhaltung | Mollie DATEV-Datenservice | Mollie als Finanzkonto |
|---|---|---|
| Jede in easybill erstellte Rechnung sollte in DATEV auf ein individuelles Debitorenkonto (Kundenkonto) gebucht werden. So wird die Forderung im System korrekt in voller Höhe erfasst (im Beispiel 100,00 €). | Der Mollie DATEV-Datenservice (DATEV Connector) fungiert als intelligente Schnittstelle zwischen deinem Mollie-Konto und DATEV. Er übernimmt die zwei wichtigsten Aufgaben:
| Damit der Datenservice optimal funktioniert, muss Mollie in DATEV technisch als Bankkonto (Finanzkonto) geführt werden. Zahlungsflüsse und Gebühren werden wie Kontobewegungen behandelt und direkt gegen die Debitoren gebucht. |
Warum sich die Umstellung lohnt
- Vollständige Automatisierung: Die manuelle Zuordnung von Teilbeträgen oder Sammelüberweisungen entfällt komplett.
- Rechtssicherheit: Künftige Anforderungen an eine detaillierte Aufschlüsselung der Gebühren (z. B. nach Steuerpflicht) werden erfüllt.
- E-Rechnungs-ready: Die Umstellung auf Debitorenprozesse ist ein wichtiger Schritt hin zur Kompatibilität mit kommenden gesetzlichen Standards für den elektronischen Rechnungsaustausch.
Checkliste für die Umsetzung (mit deiner Steuerberatung)
Geh die folgenden Punkte gemeinsam mit deiner Steuerberatung durch, um den Prozess einzurichten:
- [ ] Aktivierung: Ist der Mollie DATEV-Datenservice im Mollie-Dashboard korrekt eingerichtet und autorisiert?
- [ ] Stammdaten: Sind in easybill und DATEV einheitliche Debitorennummern hinterlegt, damit die Zuordnung funktioniert?
- [ ] Finanzkonto: Wurde Mollie in DATEV als „Bank“ (Zahlungsweg) mit eigenem Sachkonto angelegt?
- [ ] Buchungslogik: Ist die Steuerkanzlei informiert, dass die Gebührenabrechnung über den Datenservice erfolgt?
Download für deine Steuerkanzlei
Damit deine Steuerberatung die technischen Details schnell umsetzen kann, haben wir eine Handreichung vorbereitet. Leite dieses Dokument einfach direkt an deine Steuerkanzlei weiter: